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Die Kunst der Repertorisation. Probleme moderner Repertorien, Lösungsmöglichkeiten und Strategien einer sicheren Fallanalyse

Produktinformationen "Die Kunst der Repertorisation. Probleme moderner Repertorien, Lösungsmöglichkeiten und Strategien einer sicheren Fallanalyse"

"Problem Repertorium: qualitative Verschlechterung bei quantitativer Steigerung"

Repertorien (als typisch homöopathische Nachschlagewerke) und ihre systematische Nutzung mithilfe der Repertorisation (als Methode der Fallanalyse) gelten schon seit ihren frühesten Ansätzen (von Bönninghausen) als die mithin wichtigsten praktisch-handwerklichen Hilfsmittel professioneller Homöopathen. Angesichts einer permanent wachsenden Materia medica sind diese einzigartigen Werkzeuge im Praxisalltag unverzichtbar.

Doch schon seit James T. Kent mit seiner bis heute als Standard geltenden Repertoriumsstruktur "vollständige Symptome" durch eine detaillierte, systematisch hierarchische Gliederung möglichst breit und vielfältig abbilden wollte, entstand ein immer drängenderer Konflikt zwischen umfassender Quantität (strukturelle Unübersichtlichkeit bei zunehmender Datenmenge) und sicher differenzierender Qualität.

Der eigentliche Zweck eines Repertoriums und der Arbeitsmethode "Repertorisation", möglichst direkt, einfach und präzise zur treffsicheren Arzneiwahl zu gelangen, wird angesichts der Datenfülle zwar einerseits erleichtert (Filterung, Eingrenzung), doch aufgrund der Ungenauigkeiten und Unvollständigkeiten von Repertorien, verbunden mit zusätzlichen inhaltlichen und strukturellen Mängeln, andererseits auch oft genug erschwert oder gar auf falsche Fährten gelenkt.

Umso wichtiger ist es gerade heute, wo die Menge der arzneilichen Einzeldaten durch zahlreiche neue Prüfungen ins schier Unermessliche wächst, dass Repertorien eine möglichst hohe Verlässlichkeit anstreben. Roland Methner, international renommierter Autor und Dozent, leitet gemeinsam mit André Saine (Kanada) das Materia Medica Pura Projekt (MMPP) und befasst sich seit Jahrzehnten intensiv mit der Problematik von Repertorien. Kritisch weist er nach, dass eine gute Verlässlichkeit bestenfalls noch partiell besteht. Das Arbeitswerkzeug ist in vielerlei Hinsicht unscharf geworden und daher nur noch begrenzt treffsicher. Für den praktischen Anwender ist es daher umso wichtiger, die Bruchstellen, Mängel und Lücken eines Repertoriums zu (er)kennen, um diese Klippen umschiffen zu können und den größtmöglichen Nutzen aus dem Umgang mit den riesigen Datensammlungen zu ziehen.

In diesem umfassenden Seminar trägt Roland Methner kritische Aspekte des Repertoriums auf die für ihn typische, genau und detailliert begründete Weise vor. Zugleich überführt er seine Kritik in gangbare Lösungswege für den täglichen praktischen Umgang. Dabei stellt er fest, dass die Grundprobleme und Schwächen verschiedener Repertorien, die auf der Kentschen Struktur beruhen (Synthesis, Complete, Reliable Repertory etc.) ähnlich sind, sowohl in ihrer gedruckten Form als mehr noch in den jüngeren digitalen Versionen (Computersoftware). Probleme sind sowohl inhaltlicher (Qualität der Daten) als auch struktureller Art (inkohärente Anordnungen etc.): Inhaltlich fehlen beispielsweise allein von den klassischen Autoren ca. 30-50% der verfügbaren arzneilichen Informationen! Ein weiteres Problem sind unklar definierte Wertigkeiten.

Woran erkennen wir relativ zuverlässige Rubriken? Welche Gefahr weisen klinische Rubriken sowie Nachträge "moderner" Autoren auf? Warum sind Gemütsrubriken oft problematisch und unsicher? Auf spannende und gut nachvollziehbare Weise diskutiert Methner hier alle relevanten Probleme (unvollständige Rubriken, sinnlose Unterrubriken, mechanisch aufgefüllte Oberrubriken, synonyme bzw. ähnliche Rubriken mit unterschiedlichen Arzneien etc.) anhand verschiedener Beispiele (wie "Beschwerden durch Kummer") und im Vergleich dreier Repertorien.

"Sinnvolles und intelligentes Repertorisieren ist aber eine Kunst für sich.
Sie erfordert eine gewisse Struktur und Klarheit darüber, was man warum wo sucht."

Neben der Erörterung kritischer Fragen und einem Blick in die Zukunft des Repertoriums liegt das seminaristische Anliegen Methners vor allem in der praktischen Repertoriumsnutzung in der konkreten Fallanalyse. Auch wenn sein Seminar kein Einführungskurs in Repertorisationstechniken sein kann, so stellt er hier doch die wichtigsten repertorialen Herangehensweisen vor (Totalität / Hierarchie, künstlerische Repertorisation, Genius-Repertorisation u. a.) und demonstriert ihre konkrete Umsetzung an zwei ausführlichen Übungsfällen - ein Fall von Borderline und ein Fall mit Multiplen Allergien sowie sexuellem Missbrauch.

Bei diesen umfassend besprochenen Fallanalysen kommen auch spezielle Aspekte und strategische Optionen zur Sprache, beispielsweise die Elimination oder die (relative) Bedeutung der Causa. Erörtert wird zudem, welche Kriterien den (fallbezogenen) Wert eines Symptoms bzw. einer Rubrik ausmachen: Welche Arten von Rubriken sind bei der Differenzierung von Arzneien besonders hilfreich? Warum sollte man manche Symptome eher unberücksichtigt lassen? Warum bringen zu große oder zu kleine Rubriken nur wenig Nutzen? Hier wird das Seminar zugleich zu einer hervorragenden Fortbildung in allgemeiner Fallanalyse.

Wie können wir schließlich mit den Schwächen von Repertorien so umgehen, dass sie als Werkzeuge dennoch optimal nutzbar bleiben? Dazu gibt Methner viele praktische Tipps: Beispielsweise die synonyme / ähnliche Rubriken zusammenfassen, bestimmten Arten von Rubriken wenig Beachtung schenken (z. B. klinische Rubriken bzw. medizinische Diagnosen, Altersgruppen "Asthma bei Kindern", unsinnige Geschlechtsunterscheidungen, nachgetragene Rubriken etc.). Da Methner zu allen wichtigen Aspekten mehrere Beispiele anführt, werden seine per Video ausgezeichnet gegliederten und visuell klaren Ausführungen unmittelbar anschaulich und verständlich.

Einen noch gelungeneren Praxis-Kurs für den fortgeschrittenen Umgang mit dem Repertorium als diese Präsentation des dafür geradezu berufenen Experten Methner werden Sie kaum finden!

"Hoffen wir auf bessere Repertorien, die Ergebnisse des MMPP und eine intelligente Datenbank, womit unsere Werkzeuge besser werden und damit auch unsere Ergebnisse." (Roland Methner)

Wichtiger Hinweis zu den erhältlichen Versionen

Dieses Seminar ist in zwei Versionen erhältlich:

1) DVD (Daten-DVD mit MP4-Dateien)

Bitte beachten Sie, dass Daten-DVDs nicht auf älteren Video-DVD-Geräten abspielbar sind. Zur Nutzung benötigen Sie einen Computer (Notebook, Desktop, Tablet) mit einem eingebauten bzw. externen DVD-Laufwerk. Auf jeder DVD befindet sich eine Video-Datei im hoch aufgelösten MP4-Format plus weitere Dateien (Seminar-Präsentation, Inhaltsverzeichnis im PDF-Format), die Sie an Ihrem Computer öffnen können.

2) Download (ZIP-Paket mit MP4-Dateien)

Bei der Downloadversion erhalten Sie ein ZIP-Paket mit den 4 abspielbaren Video-Dateien (MP4-Format) sowie zusätzliche Dateien (Seminar-Präsentation, Inhaltsverzeichnis im PDF-Format). Diese Dateien können Sie auf Ihren Geräten (Computer, Tablet) öffnen und abpielen.

Abspielen der Dateien

Als Abspielsoftware nutzen Sie einfach Ihren üblichen Medienplayer (z. B. Windows Media Player, Apple/Macbook: Quicktime Player, Android: Video-Player). Falls Sie keinen Player installiert finden, können Sie alternativ den kostenlosen VLC-Player herunterladen und installieren. Er ist für alle gängigen Betriebssysteme (Windows, Apple, Android, Linux) erhältlich.

Filmausschnitt aus dem 1. Seminarteil
Bitte beachten: Die Bildqualität der Videoprobe kann zunächst unscharf sein, wird jedoch i. d. R. nach kurzer Zeit (im Zuge der Datenpufferung) schärfer.

Sprache: Deutsch
Vortragstyp / Eignung: Seminar, Umfassende Darstellung (Vertiefung)
Autor/Referent*in: Methner, Roland
Schwierigkeitsgrad (Kenntnisniveau): 2 Homöopathie-Student (in Ausbildung), 3 Praxisanfänger, 4 Fortgeschrittener, 5 Meister/Experte

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